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VIOLET – THE BOOK OF EDEN

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Die Gothik- und Mittelalterband VIOLET fertigte 2007 das Konzeptalbum zu Kai Meyers Roman DAS BUCH VON EDEN an. Es entstand auf Wunsch des Autors und in enger Zusammenarbeit mit ihm. THE BOOK OF EDEN erschien im  November 2007 bei Equinoxe Records.

Bianca Stücker, Komponistin und Sängerin von Violet, kommentiert die einzelnen Stücke des Albums THE BOOK OF EDEN:

1. Präludium. Das ist sozusagen der „Prolog“ (hier natürlich: das „Vorspiel“) zur CD; die Rauschpfeifen tauchen genau so noch einmal in Lumina auf.

2. Erdlicht. Da tropft doch was…? Richtig! Libuse beschwört zum ersten Mal das Erdlicht und dabei taut der Schnee ringsum. Diese Szene hatten wir vor Augen, als Erdlicht entstand. Der Text ist ein Auszug aus einem mittelalterlichen Gedicht über den Frühling. Es ist darin vom „Verschwinden von Hagel, Schnee und strenger Winterkälte“ die Rede.

3. Lumina. Favola und Aelvin stehen auf dem windumtosten Glockenturm – das ist das Bild, das Lumina musikalisch beschreibt. Bis Aelvin schließlich zum allerersten Mal die Pflanze zu Gesicht bekommt: An dieser Stelle setzen sanfte Streicher ein und alle anderen Instrumente aus. Unterlegt wird das Erscheinen der Lumina mit einem Zitat von Albertus Magnus, den Lauf der Gestirne betreffend. Am Ende heißt es: Terra stat stil.

4. Wolfsjagd. Die Reise beginnt – mit der Flucht vor Gabriel und seinen Männern.

5. Todsicht beschreibt Favolas Gabe, den Tod vorauszusehen. Die abschließende Zeile „O Tod, wie bitter bist du“ stammt aus dem Buch Jesus Sirach.

6. Die Braut des Meuchelmörders. Sinaida heiratet Khur Shah, doch es ist keine unbeschwerte Hochzeitsfeier. Unter die zunächst verspielten Melodien mischt sich immer wieder die dunkle Empfindung drohenden Unheils…

7. Sensi cuius verba cepi/Die Karte des Jüngers weist den unfreiwilligen Abenteurern den Weg, und im Text heißt es passend: “Ich habe gespürt, wessen auf die Blätter niedergeschriebene Worte ich empfing, denn von einem Großen ist ausgegangen, was ein Geringer überbrachte…”

8. Über das Eis I. Mit dem Schlitten geht es über den vereisten Rhein – eine sich stetig wiederholende Tonfolge spiegelt das kalte Glitzern der Winterlandschaft wieder…

9. Der Nigromant gibt Rätsel auf: Dient er den Mächten des Himmels oder denen der Hölle? Die teuflischen Rauschpfeifen halten sich zwar zurück, doch zu überhören sind sie nicht. Der Text stammt aus dem 16. Jahrhundert: Ja es hat der tüffel ouch syn lust vnd kurzwyl so fyn angericht…

10. Über das Eis II. Die Reise geht weiter: Mit kristallen klirrenden Hackbrett- und Cembalomelodien.

11. Präludium: Die Türen zum Garten. Sinaidas Vision wird hörbar: Das vermeintliche Paradies ist wechselhaft und entspricht keinesfalls dem Bild, das sie sich vom geheimen Garten gemacht hat.

12. Die Türen zum Garten. Und das Schlimmste: Sie ist allein. Entsprechend wehmütig fällt die Musik aus. Wie ich so allein hier sitze, heißt es in der Übertragung des frühmitteltalterlichen lateinischen Textes, und alles ängstlich überdenke, wenn ich den Kopf hebe, höre und sehe ich nichts.

13. Der Besessene ringt mit sich selbst und vor allem mit der Schlange in seinem Innern. Zunächst verströmen Konzertgitarren trügerische Ruhe, doch unvermittelt bricht der Irrsinn über Gabriel herein…

14. Ruse kose/Schädelsammler. Für den Überfall der serbischen Räuber haben ein paar befreundete Mittelalterfreaks ihre Schwerter geschwungen – vor dem Hintergrund eines lebhaften serbischen Volksliedes. [Das ist das einzige Lied, bei dem wir uns nicht GANZ an die Kapitelfolge gehalten haben, der Überfall kommt ja erst etwas später, wenn ich mich richtig erinnere. Aber Schädelsammler klang einfach so schön dramatisch!]

15. Die Silberfeste. Im Inneren der Silberfeste denkt Aelvin an Favola und glaubt sogar, ihre Nähe zu spüren. Der serbische Text handelt von einem schönen, blassen Mädchen… Favola?

16. Bagdad. Bagdad ist ein verschwenderisch duftender, verführerisch-gefährlicher Ort – orientalische Klangcollagen und traditionelle Saz-Arrangements beschreiben die Atmosphäre der sagenumwobenen Stadt.

17. Aberravi/Die Erzählung des Ritters. Corax spricht endlich über Libuses Mutter. Der streng und ruhig gehaltene vierstimmige Satz dient als Gerüst für seine Erinnerungen: Ich bin vom rechten Wege abgewichen, doch, vor Gott, verzeiht mir Missetäter…

18. Rub al khali. Die Gefährten sind in der Wüste, im „Leeren Viertel“, Rub al khali, angekommen. Doch auch hier erwarten sie Hindernisse, die die Musik energisch zum Ausdruck bringt…

19. Präludium: Ach, wie sehnlich. Melancholische Violinen nehmen das Empfinden des bevorstehenden Abschieds vorweg…

20. Ach, wie sehnlich wart ich der Zeit, wenn du, Herr, kommen wirst, und mich aus diesem Herzeleid, zu dir in [sic] Himmel führst. Favola ist tot, doch durch die Schwermut schimmert die Hoffnung: Das Leben geht weiter und mit ihm auch die Suche nach dem Paradies. Tanzbare Rhythmen und schwermütige Tonfolgen führen aus der Geschichte zurück in die Gegenwart.

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